Velogeschichten:
Akzeptanz durch Narration.
Wie wir den politischen Widerstand gegen neue Infrastrukturprojekte durch emotionales Storytelling überwanden. Ein Public Value Projekt für die Fachstelle Veloverkehr.
Die Ausgangslage
Verkehrsinfrastruktur ist im Kanton Zürich ein politisches Minenfeld. Technokratische Argumente über "Netzlücken" und "Sicherheitsstandards" prallen oft an lokalen Widerständen ab. Es herrschte eine Diskrepanz zwischen dem volkswirtschaftlichen Nutzen und der gefühlten Realität der Anwohner.
Das Problem: Die Kommunikation war zu technisch, zu abstrakt und erreichte die Herzen der Stimmbevölkerung nicht. Es fehlte ein Narrativ, das den Mehrwert der Infrastruktur greifbar machte.
Narrative Governance
Wir drehten die Perspektive um 180 Grad. Statt über Asphalt und Baulinien zu sprechen, stellten wir die Menschen in den Mittelpunkt. "Velogeschichten" ist angewandte Narrative Governance: Die Steuerung der öffentlichen Wahrnehmung durch authentische Identifikationsfiguren.
Authentizität
Echte Protagonisten, keine Schauspieler. Wir begleiten sie auf ihren täglichen Routen.
Dynamik
Kameraführung, die Bewegung vermittelt. Das Gefühl von "Unterwegssein" einfangen.
Nahbarkeit
Interviewsituationen on-location, direkt und ungeschminkt.
Das Projekt lieferte messbaren Public Value. Die positive Resonanz in den sozialen Medien und die hohe Verweildauer auf der Landingpage (über 3 Minuten) zeigten, dass der "Human Factor" der Schlüssel zur Akzeptanz ist. Die Videos wurden nicht als staatliche Propaganda, sondern als ehrliche Porträts wahrgenommen.